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right now on the leftcoast

 
muss hier demnaex mal t shirts bestellen:

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http://www.worldtattooauthority.com

...endlich mal wieder ne serie die man schauen kann...

seit sonntag laeuft hier die neue staffel von "24". die serie gibt es seit vier jahren, doch ich hab jetzt zum ersten mal reingeschaut...

sehr geil... es gibt 24 folgen... jede folge ist eine stunde eines tages...

leider gibt es sehr viele fox-typische propaganda-untertoene in der sendung... doch ansonsten grosses fernsehen...

let's kill the "bad" guys... long live america

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http://www.fox.com/24/

Diese Helmdesigns kommen weiter:

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diese fliegen raus:

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habe gerade ein neues Buch angefangen:

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geschrieben von einem meiner alten Bekannten, Otmar Hitzelberger:

"Ich bin aufgewacht und hab gesehen, woher wir kommen, wohin wir gehen, und der lange Weg, der vor uns liegt, führt Schritt für Schritt ins Paradies."
Rio Reiser (Ton Steine Scherben)

Worum geht es in Deinem Buch "Schritt für Schritt ins Paradies?

Es geht um Frankfurt und es geht um die Siebzigerjahre und es geht um die Arbeiter- und Lehrlingsbewegung in den Siebzigerjahren. Der Roman erzählt von drei Jugendlichen, die in dieser Zeit in Frankfurt ihr Unwesen getrieben haben. Alle drei haben bei der Stadt Frankfurt gelernt, und die Geschichte beginnt mit der Jugendvertreterwahl der Mechaniker, die bei der Stadt Frankfurt eine Ausbildung als Autoschlosser, Elektriker, Schlosser oder Schreiner machen. Das waren insgesamt etwa 120-140 Lehrlinge.

Ist das Buch autobiografisch oder ein Roman?

Gute Frage - eigentlich ist es ein autobiografischer Roman, aber ich habe mir die Freiheit genommen, aus vier Beziehungen eine zu machen, aus vier Freunden zwei zu machen, um nicht zu viele Personen zu haben. Der Roman spielt innerhalb von 6 Jahren. Die Zeit der Lehrlingsausbildung nimmt etwa zwei Drittel ein, und im letzten Teil geht es um die Frankfurter Szenegeschichte, um den Häuserkampf, um die besetzten Häuser, um die Zeit, in der es in Frankfurt jede Woche irgendwelche Demonstrationen gab, die Zeit, in der die drei Lehrlinge in diese Szene hineinwachsen und mit den politischen Größen zu tun haben.

In Deinem Buch wird ein Automatentrick geschildert, mit dem sich die Lehrlinge eine Menge Geld verdient haben. Wie funktionierte das?

Indem man einen Kinderfahrschein löste und gleichzeitig auf Rückgabe drückte, dadurch das Wechselgeld zurückbekam, dazu den Kinderfahrschein und das eingesetzte Geld, so dass man bei jedem Fahrschein DM 4,60 Gewinn machte. Dieses Spiel hat uns natürlich sehr viel Spaß gemacht, das war dann auch innerhalb einer Woche in aller Munde, dass man da richtig Geld machen kann und wir sind dann immer mit dicken Hosentaschen voller Hartgeld durch die Gegend gezogen.

Thema in "Schritt für Schritt ins Paradies" ist unter anderem die Hausbesetzung in den Siebzigern. Das galt damals ja als neue Lebensform, und Ihr wolltet das vorleben?

Wir haben damals in einem der vielen besetzten Häuser gewohnt, in dem freies und neues Leben propagiert wurde. Das Leben in dieser WG war für uns damals das Nonplusultra, ein Leben, das uns geprägt hat. Wir waren in der Vietnam-Bewegung, es ging um die Pinochet-Diktatur in Chile, das Franco-Regime in Spanien. Alles wurde diskutiert, an der Uni im Plenum besprochen und dann wurde demonstriert. Und schließlich gab es dort auch die tollen gut aussehenden Frauen. Wir haben unsere eigene Lebensform gelebt. Neben der Politik ging es auch um das Aufwachsen von Kindern in Wohngemeinschaften. Natürlich war das ein Experiment, das uns keiner vorgelebt hat. Aber wir wollten wissen: "Wie könnte ein neues Leben aussehen?"

Im Buch kommt ja alles vor, was die Siebzigerjahre ausgemacht hat. Bei der Musik von Ton Steine Scherben angefangen, über WGs, Hausbesetzungen, bis hin zu Räucherstäbchen und indischen Gurus.

Der indische Guru war natürlich Bhagwan, der in Oregon seinen Ashram aufgemacht hat. Wir waren ja auf der Suche nach dem Paradies, und keiner wusste so genau, wo das liegt. Also sind logischerweise auch einige nach Oregon gegangen. Sie haben geglaubt, dort sei das Paradies, und sie haben auch ihre Glückseligkeit gefunden. Einige sind hier geblieben und haben hier den Kampf fortgesetzt, und dann gab es ja auch noch die RAF und die ganze Auseinandersetzung über Gewalt: Wie geht man mit Gewalt um, gliedert man sich da ein - das waren alles Fragen, die wir uns gestellt haben und von der wir als Gruppe - wir sind als "Die Lehrlinge" in Erscheinung getreten sind - Abstand genommen haben. Wir hatten viel zu viel Lust am Leben. Wir haben ein super Leben geführt, wir haben uns ausgetauscht, wir haben was gemacht, wir waren aktiv. Das war auch mit ein Grund, dieses Buch zu schreiben. Ich habe einen Sohn, der ist Neunzehn. Ich wollte sehen, was ist damals eigentlich passiert, was passiert heute, was hat uns damals in diese Denkweise versetzt, was ist davon übrig geblieben? Und wir sehen's ja an unseren Ministern, vor allem an unserem Außenminister. Die waren ja damals in diesem Kampf mit dabei. Diese Zeit hat uns sehr geprägt und bestimmt auch weiter, wie wir leben.

Woher kam diese Motivation, nach alternativen Lebensformen zu suchen?

Die Generation meines Vaters war im Krieg. Sie kam zurück und schaffte den Wiederaufbau. Aber dann gab es 1963/64 die ersten Leute, die angefangen haben, darüber nachzudenken, wo unsere Welt hinsteuert. Das war der große Unterschied zur Nazivergangenheit - jetzt war Nein Sagen angesagt, nachdem jahrelang alle immer Ja gesagt hatten. Das war der Zeitpunkt an dem man all diese alten Hüte, all dies alten Zöpfe, dieses alte Denken abschaffen wollte. Es ging um freies Denken, freies Handeln, und darum, das zu tun, wozu man Lust hatte. Die Welt war im Umbruch, und in Amerika waren Hunderttausende auf der Straße gegen den Vietnamkrieg. Wir haben in einer revolutionären Zeit gelebt und gedacht, wir könnten alle davon überzeugen, wie man richtig lebt. Einfach das zu tun, was uns gut tut. Wir dachten: "Das ist die Message, let's go - lass es uns tun!

Was ist geblieben?

Ich bin eine Art Fossil. Aber gerade in einer Zeit, in der es vielen Leuten nicht besonders gut geht, wird es wieder wichtig, nach Werten zu suchen. Wir haben damals Werte gehabt und wir haben auch versucht, sie zu leben. Bei mir gilt nach wie vor dieser Geist und auch bei denen, mit denen ich was zu tun habe. Ich denke mir, das ist mein Leben, das ist mein einziges Leben, und ich will das Positive rausziehen und vermitteln. Das geht zurück auf die Zeit, in der ich sechszehn/siebzehn war, und ich merke auch bei meinem Dokumentarfilm über arbeitslose Kids, dass ich ein Stück weit das erlebt habe, was die gerade jetzt erleben. Ich versuche, ihnen mitzugeben: Wie eigenständig muss jemand sein, damit er seine Persönlichkeit entwickeln kann? Meiner Ansicht nach geht es immer nur um Persönlichkeit, um die eigene Persönlichkeit. Es geht darum, das zu leben. So ist auch das Buch entstanden. Als ich in Köln eine große Firma hatte und mir überlegt habe, wie geht das Leben überhaupt weiter? Ich fragte mich, was hast du überhaupt zu erzählen? Das hängt auch mit dieser Zeit zusammen, dich selber erklären zu wollen.